Montag, 24. April 2017

Rezension zu „Drachenflüsterer – Die Feuer von Arknon“

Ben ist Drachenflüsterer. Damit macht er sich keine Freunde, vielmehr sind sehr viele Feinde hinter ihm her. Letzten Endes wird sogar ein Kopfgeld auf ihn angesetzt.

Ihm bleibt nichts anderes übrig, als mit seinem Drachenfreund Aiphyron zu den weißen Drachen zu flüchten. Doch die sind auch nicht gerade als freundliche Gesellen bekannt.

Aber wer hat schon Angst vor Drachen! Ben auf keinen Fall.

„Drachenflüsterer – Die Feuer von Arknon“ ist der vierte Band der Serie um den Drachenflüsterer Ben. Die Reihe stammt aus der Feder des Autors Boris Koch.

Zuerst muss ich einmal erwähnen, dass mir nicht klar war, dass dies bereits der vierte Band einer Serie ist. Vom Cover her war es nicht klar erkennbar und ich bin irgendwie vom Start einer neuen Reihe ausgegangen.

Beim Lesen selbst störte es mich überhaupt nicht, dass es ein Folgeband war. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut in die Geschichte hinein. Musste am Anfang auch öfters schmunzeln über Ben. Ich fand den Schreibstil wirklich sehr gelungen.

Das Cover ist natürlich genau meins. Ich liebe Drachen! Auf den ersten Seiten befindet sich auch eine Karte. Karten finde ich absolut genial und liebe sie in Büchern. Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Jeder Teil fängt mit einer Zeichnung an. Die Zeichnung vom dritten Teil ist einfach die Beste.

Die Figuren Ben und Aiphyron gefallen mir sehr gut. Ich fand die ganze Story einfach gelungen. Auch wenn man am Anfang denken könnte, das Buch zieht sich oder wäre langweilig. Einfach weiter lesen und irgendwann hat es einen so gepackt, dass man nicht mehr aufhören möchte.

Jetzt muss ich erst einmal sehen, dass ich die ersten drei Bände noch bekomme um mehr über die Vorgeschichte zu erfahren.

Ich kann für das Buch uneingeschränkt volle Sternezahl vergeben. Cover und Story sind einfach rund und sehr gelungen.


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Blue Exorcist 1“

Rin lebt in einem Waisenhaus und ist dort nicht wirklich zufrieden. Er ist auch nicht einfach. Ständig prügelt er sich oder stellt etwas an. Doch dann passiert eines Tages das unvermeidliche … bei einer Prügelei bricht der Dämon in ihm heraus. Und schon steht auch der leibhaftige Satan vor ihm und macht ihm klar, dass er sein Vater ist. Dumm nur, dass er damit auch Vater Fujimoto ermordet. Das kann Rin nicht auf sich sitzen lassen und sinnt nach Rache.

„Blue Exorcist 1“ ist der Start einer Manga Serie aus der Feder des Autors Kazue Kato.

Das Cover hat mir gleich zugesagt, es hat irgendetwas. Den Zeichenstil selbst fand ich auch sehr gelungen. Ich muss schon sehr über die manchmal dämlichen Gesichter schmunzeln.

Die Story an sich fängt natürlich recht langsam an. Wobei ich Rin mit seiner Art und Einstellung erst einmal recht unsympathisch finde. Yukio finde ich im Gegensatz recht genial und mag ihn.

Ich finde den ersten Band recht gelungen und habe den zweiten Teil hier auch schon zum Verschlingen liegen.

Für den Auftakt gibt es hier gleich mal volle Sternezahl.


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Terra Formars 1 – Erste Mission“

Es ist das Jahr 2599. Die Erde ist überbevölkert und die Versorgung der Menschheit nicht mehr gewährleistet. Vor 500 Jahren wurde eine Mission auf den Mars gesandt, um diesen besiedeln zu können.

Nun wird bereits die zweite Mannschaft zusammengestellt um die Besiedelung voran zu treiben und die vor 500 Jahren geschickten Insekten zu vernichten und so den Weg der Menschen zu ebnen. Doch es kommt anders, als sich die Mannschaft dies dachte.

„Terra Formars 1 – Erste Mission“ ist der Start eine Manga Serie.

Hier muss ich gestehen, dass ich zuerst die Realverfilmung „Terraformars“ von Splendid Film gesehen habe. Den Film fand ich dann so abgefahren, dass ich mir den ersten Manga zugelegt habe.

Das etwas größere Format hat mir schon mal sehr gefallen. Auch das Cover ist sehr gut gelungen. Mit den glänzenden Elementen ist es schon ein richtiger Hingucker.

Den Manga selbst musste ich zuerst einmal ins Blaue hinein kaufen, weil er eingeschweißt war. Das ist bei mir immer ein heikler Punkt, weil ich schlecht gezeichnete Comic und Manga einfach nicht kaufe.

Ich wurde hier aber mit tollen Zeichnungen überrascht. Der Zeichenstil ist klar und hat mir sehr gut gefallen. Es wird hier auch großen Wert auf die Details gelegt.

Die Story an sich hat mir schon im Film gefallen. Ich fand sie außergewöhnlich und bin gespannt, wie sie weiter aufgebaut wird und welche Geheimnisse noch Preis gegeben werden.

Ich finde den Start der Serie gelungen und werde mir dann mal den zweiten Teil besorgen.

5 / 5 Sterne



Sonntag, 23. April 2017

Rezension zu „Mordkapelle“

Ein beschaulicher Abend auf dem Land. Doch so beschaulich ist er bei näherer Betrachtung gar nicht. Ira Wittekind, Journalistin unterwegs für die Zeitung „Tag 7“ bekommt einen brandheißen Tipp. Sofort macht sie sich auf den Weg zur Friedhofskapelle. Diese steht lichterloh in Flammen. Und darin wurde eine Leiche im Rollstuhl gefunden.

Nachdem Ira anfängt, die Hinterbliebenen zu interviewen kommt sie schnell hinter einige Ungereimtheiten. Und dann ist dann noch dieser Internet Blogger, der immer einen Schritt im Voraus Bescheid weiß und alles postet. Irgendein Geheimnis hütet doch die verschworene Gemeinschaft und Ira lässt nicht locker.

„Mordkapelle“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Carla Berling. Ich hatte das Buch als Hörbuch genossen. Gelesen wurde es von Vera Teltz.

Die Stimme der Sprecherin fand ich sehr angenehm. Ich habe ihr gerne gelauscht. Sie hat ihre Aufgabe wirklich sehr gut gemacht.

Der Krimi selbst hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ständig hatte ich eine andere Person in Verdacht.

Die Personen selbst waren alles sympathisch und ich mochte sie. Die Story hatte zwar jetzt nicht den rasanten Spannungsbogen, wurde aber immer runder. Dauernd standen neue Verdächtige auf dem Plan.

Ira war auch nicht nervig. Oft gehen mir diese Reporter ziemlich auf die Nerven, Ira jedoch war genau richtig. Zumindest im gekürzten Hörbuch fand ich alles sehr passend.

„Mordkapelle“ ist jetzt natürlich nicht der blutrünstige Thriller, auch nicht der an den Nerven zerrende Krimi und es fehlen hier auch die kaputten Ermittler Existenzen. Aber gerade deswegen hat mir der Krimi so gut gefallen. Es ist schön, dass hier wieder Hauptpunkte auf Fragen, kombinieren und denken gelegt wurde. Und das auf die Ecken Sex, Bettgeschichten und kaputte Existenzen hier komplett verzichtet wurde.

Ich kann das Buch als wirklich schönen Krimi weiter empfehlen.


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Hohes Tier“

In einem Anwesen auf Rügen muss die Polizei mit der Tierrettung antreten. Ein ehemaliger Politiker scheint psychisch nicht mehr ganz zurechnungsfähig und hat angefangen Katzen zu horten. Zur Rettung der Tiere muss hier schnell eingeschritten werden. Während der Räumung des Grundstückes wird eine verdeckte Leiche im völlig verwahrlosten Garten gefunden. Die Polizei fängt an zu ermitteln.

Lilo Gondorf, ehemals selbst Ermittlerin bei der Polizei, geht das Ganze zu langsam voran. Sie nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand. Ihr erster Schritt führt sie ins nahe gelegene Tierheim.

„Hohes Tier“ ist der zweite Krimi um die pensionierte Ermittlerin Lilo aus der Feder der Autorin Nadja Quint.

Das Cover ist mir mit seinen Farben direkt ins Auge gefallen. Leider muss ich hier schon gestehen, das Cover hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Ich finde es immer etwas seltsam, wenn das Cover nichts mit dem Inhalt zu tun hat.

Innen befindet sich dann direkt am Anfang eine Karte. Ich liebe Karten in Büchern. Karten sind immer Pluspunkte bei mir.

Der Schreibstil der Autorin an sich ist flott und gut verständlich. Die Kapitel sind nicht so groß und man kommt gut voran.

Den Inhalt an sich, finde ich ziemlich zusammengeschustert und an den Haaren herbei gezogen. Schon alleine am Anfang, wie Lilo allen im Tierheim kriminelle Machenschaften nachsagte, fand ich nicht in Ordnung. Es war ohne Sinn und Verstand einfach dahin gesagt. Ohne fundierte Hinweise war dies einfach hinzunehmen. Lilo sagt, Lilo hat Recht.

So ging das dann auch weiter. Das Verhalten des Ex-Ministers, war für mich nicht nachvollziehbar. Das Ganze Zusammenspiel der Ereignisse war nicht gerade logisch.

Dass hier auf das Tier-Elend hingewiesen wird, war mir schon klar. Dass es da viele unschöne Erklärungen gab, ebenfalls. Aber was Lilo im Tierheim machte, damit ihr Freund an die Personalakten kam, war echt mehr als erschreckend. Dass die Autorin so etwas in einem Roman benutzt, ohne vorher recherchiert zu haben, was ihre Idee wirklich verursacht, finde ich echt bedenklich. Dass Lilo das dann auch noch als Kleinigkeit abtut, lies mich das Buch erst einmal in die Ecke pfeffern.

Kurz gesagt, der Inhalt ist einfach schlecht. Man hat hier versucht das schwere Thema Animal Hording und Hundewelpen Schmuggel anzugehen und hat kläglich versagt. Man mag vielleicht etwas hinter die Kulissen der Sache sehen und bekommt auch das schreckliche Leid der Hundewelpen aufgezeigt, die geschmuggelt werden. Jedoch ist der Fall so schlecht konstruiert, dass das eigentliche Thema völlig verfehlt wurde.

Dazu kommt, die Ermittlungsergebnisse, einer Ex-Polizistin die nichts mit dem Fall zu tun haben sollte, auch noch mit Tierquälerei zu rechtfertigen, geht gar nicht. Wie gut, dass ihre Tochter, die jetzige Ermittlerin das auch noch witzig fand.

Für Krimileser kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen. Da kann man sich natürlich gerne auch selbst ein Urteil bilden. Für Meerschweinchen Liebhaber und Halter kann ich nur empfehlen, die Finger von dem Buch zu lassen.


1 / 5 Sterne


Dienstag, 18. April 2017

Rezension zu „Perchtenlauf“

Eine Gruppe Jugendlicher will in den österreichischen Dörfern einen Bericht über Perchten und Traditionen drehen. Doch dann finden sie ganz andere Dinge heraus.

„Perchtenlauf“ ist eine Geschichte aus der Mythologica Reihe des Autors Andreas Brugger.

Das Buch ist ganz speziell aufgebaut. In dem Buch wird auf der einen Seite die Geschichte im Dialekt geschrieben und auf der anderen Seite in Hochdeutsch. So kann man die Geschichte im Original oder übersetzt lesen. Ich finde dies eine recht interessante Aufmachung. Ich persönlich bin mit dem Original sehr gut klar gekommen und hatte soweit keine Verständnisprobleme.

Das Cover an sich hat mir sehr gut gefallen. Der Schatten mit dem Blut vor den verschneiten Bäumen hat was. Auch das Format selbst ist sehr griffig und lässt sich gut handhaben.

Das Buch hat rund 180 Seiten. Davon ist nur die Hälfte die Geschichte, da ja alles doppelt geschrieben wurde. Bei einem Endpreis von 12,80 Euro finde ich das schon sehr happig.

Der Schreibstil selbst ist sehr eigen. Mir hat er richtig gut gefallen. Er ist wie diese „Found Footage“ Filme geschrieben. Man weiß also immer nur, was das Bild der Kamera zeigt. So bleiben auch die Figuren natürlich sehr blass. Man erfährt so gut wie nichts über sie. Auch kommen keine großen Gefühle oder Gedanken auf. Aber gerade diese kalte Linie hat mir hier sehr gut gefallen.

Die Geschichte selbst braucht sehr lange, bis Spannung aufkommt. Für den Spannungsleser dürfte es fast etwas langweilig sein. Ich fand dies trotzdem wieder passend, weil der Leser eben nicht mehr weiß wie die Person, die die Kamera führt.

Ich finde, das Buch ist eine gewagte, aber gelungene Mischung. Wenn man jetzt noch den Preis etwas herunter schrauben könnte, wäre das Ganze perfekt. Ich lasse den Preis des Buches mal außen vor und vergebe für die Idee, die Umsetzung und die Geschichte volle Sternezahl.


5 / 5 Sterne



Rezension zu „Mordsalibi“

Berlin im Sommer. Hauptkommissar Hajo Freisal macht die Bullenhitze zu schaffen. Trotzdem muss er in einem neuen Mord ermitteln. Schon die dritte junge Frau ist See ermordet worden. Doch der Hauptverdächtige schein ein bombenfestes Alibi zu haben.

„Mordsalibi“ ist ein Hörbuch Kurzkrimi aus der Feder des Autors Bernd Mannhardt.

Der Sprecher des Hörbuches macht seine Sache sehr gut. Die angenehme raue Stimme passt absolut zu der Geschichte.

Der Krimi selbst ist mit seinen knapp 30 Minuten sehr kurz. Die Länge passt aber sehr gut zu einem Kurzkrimi.

Der Inhalt ist gerade ausreichend um etwas Spannung aufzubauen und auch fix die Auflösung zu bringen. Mir selbst war recht schnell klar, was Sache ist.

Trotz der Kürze und der für mich frühen Auflösung, hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen.


5 / 5 Sterne