Montag, 19. Februar 2018

Rezension zu „Tod in der Tuchagentur“

Am Tag der 175 Jahres Feier der Broersen Tuchagentur wird zu allem Überfluss, Swantje, die uneheliche Tochter des Firmenchefs Paul Broer, tot aufgefunden. Der erste Blick des Doktors sagt, Herzversagen.

Also lässt Marie-Claire, die in ihrer Zeit hängen gebliebene Familien Matriarchin und Mutter Pauls, die tote und ungewollte Swantje ganz schnell aus dem Hause abtransportieren. Aus dem Auge, aus dem Sinn, die Feierlichkeiten können beginnen.

Zum Glück ist die Tragödie, die passiert ist, für alle anwesenden Personen keine Tragödie. Nur Paul und Achim, ein alter Freund Pauls und zum Glück auch ein Kommissar, kommt der Tod von Swantje seltsam vor. Heimlich beginnt Achim Untersuchungen in die Wege zu leiten.

Währenddessen wird das sogenannte „freie Erbe“ schön unter allen Anwesenden aufgeteilt, natürlich ohne Paul, dem eigentlichen Eigentümer der Firma.

„Tod in der Tuchagentur“ ist der zweite Krimi aus der Feder der Autorin Sibyl Quinke.

Das Cover ist typisch für den Edition Oberkassel Verlag. Eigentlich gefallen mir die Cover wirklich gut. Nur dieses hier hat leider ein Problem bei mir aufgeworfen. Ich kann es einfach nicht ansehen. Das Bild der Agentur und dem Fingerhut im Vordergrund ist so dermaßen verschwommen, dass es einem in den Augen weh tut. Schade eigentlich um das schöne Bild.

Der Krimi fängt direkt rasant an. Dazu sind die Kapitel kurz, dass man eigentlich durch das Buch rennen könnte.

Nach dem rasanten Anfang wird man recht schnell eine Woche zurück geschleudert. Ab da fand ich das Buch dann zwar noch interessant, für mich wechselte das Genre jedoch von Krimi auf Familiendrama.

Paul, der arme Ex-Vater der unehelichen Tochter, kann sich kaum vor seiner rechthaberischen Mutter zur Wehr setzen. Ein gestandenes Mannsbild, das zum kleinen Küken wird, wenn seine Mutter den Mund aufmacht.

Marie-Claire, ihres Zeichens in einer anderen Welt zurück geblieben, wahrscheinlich um die Zeit vom Deutschen Kaiserreich, setzt nur auf Etikette und ihren Willen.

Achim, der Kommissar, seines Zeichens Ermittler und mit Schurken und Banditen konform, verliert im Beisein von MC, wie sie genannt wird, jegliche Kontenance und mutiert zum kratzfüßigen Jüngelchen.

Und der Rest der illustren Familienbande, entsinnt einzig und allein, wie er das meiste Geld aus der Firma und Paul aussaugen kann.

Das Problem für mich an dem Krimi war wirklich, dass im Inhalt kaum Krimi war. Es ging zu 90% um die Familie und die einzelnen Mitglieder. Die Intrigen, deren Leben, was sie tun, wie sie das Geld mit beiden Händen zum Fenster raus werfen, und wie sie am besten zu Geld kommen, ohne einen Finger krumm zu machen.

Der Krimi war am Anfang, mittendrin dann ab und zu erwähnt und am Ende dann Ratzfatz aufgelöst. Und das fast mal wieder von der Praktikantin Louisa alleine.

Hat mir der erste Fall mit den Ermittlern noch sehr gut gefallen, kann ich diesem hier nicht wirklich viel abgewinnen. Mir haben das Ermitteln und der Humor des ersten Buches einfach gefehlt.

Mein Wunsch wäre, dass die Autorin wesentlich weniger Privatleben in ihren Krimi  und mehr Ermittlungen und Aufklärungen rein packen würde. Denn die Grundidee und die Verwicklungen sind wirklich gelungen. Doch leider viel zu wenig für meinen Geschmack.

Mit sehr viel gutem Willen vergebe ich hier dann noch drei Sterne. Und hoffe, dass sich die Autorin in Zukunft etwas mehr auf den Fall und weniger um die Familie Gedanken macht.


3 / 5 Sterne


Rezension zu „Soulless 1“

Miss Alexia Tarabotti ist keine normale Lady des viktorianischen Londons. Obwohl sie schon in ihren jungen Jahren als alte Jungfer gilt, weil sie nicht verheiratet ist, ist sie ganz schön schlagfertig und lässt sich nichts gefallen. Schon gar nicht von einem unverschämten, hungrigen Vampir auf einem Ball. Außerdem ist sie eine der wenigen Paranormalen, die es noch gibt.

Der Vampir überlebt das Treffen mit Alexia nicht. Und sie muss sich dafür vor höheren Personen verantworten. Somit beginnt das Chaos und Alexia ist mitten drin.

„Soulless 1“ ist der Auftakt einer Comic / Manga Reihe aus der Feder der Autorin Gail Carriger.

Ich kann das Buch nicht richtig einordnen. Es ist ein Hardcover und wird normal wie ein Buch von vorne nach hinten gelesen. Also eher ein Comic, als ein Manga. Doch der Zeichenstil fällt immer wieder in die Manga Richtung. Mir hat die Mischung auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Auch die Geschichte fand ich spannend und auch humorvoll. Ok, auf die Liebesgeschichte hätte ich verzichten können, ist mittlerweile aber normal in allem möglichen und unmöglichen Büchern, Comics und Mangas sowieso.

Der Zeichenstil ist auch in der Hinsicht der weiblichen Körper sehr auf Mangas bezogen. Die Brüste übermäßig groß und die Ausschnitte ewig tief. Manchmal dachte ich mir, noch ein Millimeter und alles fällt heraus. Auch gibt es am Ende sehr freizügige Szenen, die man in normalen Comics wohl eher abgedeckt hätte.

Ich mag es sehr, wenn die Bilder an sich normal gezeichnet sind, aber dann immer wieder witzige Ausdrücke erscheinen. So zum Beispiel das Bild von Lord Maccon auf Seite 13 unten, als er vor Schreck diese Wolfsohren und den Wolfsschwanz bekommt.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der schon auf meinem Bücherstapel liegt und auf mich wartet.


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Rachel Rising 1 – Tochter des Todes“

Mitten im Wald in einer Senke tut sich etwas. Ein Mensch gräbt sich aus der Erde. Rachel erwacht vergraben unter der Erde. Total erschöpft und mit Hilfe eines Autofahrers schleppt sie sich nach Hause. Eine Erinnerung, wie sie unter die Erde gekommen ist, hat sie nicht. Auch reagieren ihre Mitmenschen ganz seltsam auf sie.

Nach und nach muss sie feststellen, dass sie eigentlich schon tot ist. Doch wie kam es dazu und warum existiert sie noch?

„Rachel Rising 1 – Tochter des Todes“ ist der erste Teil einer Comic Serie über die etwas außergewöhnliche Hauptdarstellerin Rachel aus der Feder des Autors Terry Moore.

Das Cover selbst macht nicht viel daher. Eigentlich würde ich, ehrlich gesagt, normal nicht zu so einem Comic greifen. Diesmal habe ich es jedoch getan und mir die Zeichnungen innen angesehen.

Da mir der Zeichenstil sehr gut gefallen hat, habe ich dann zugegriffen.

Die Story an sich erzählt nicht sehr viel. Es ist ja auch erst der Auftakt der Serie. Es bleiben am Ende viele Fragen offen. An sich ist die Geschichte allerdings doch sehr interessant. Was ist das für eine Person, die immer wieder auftritt? Und warum erwachen Leute wieder, nachdem sie gestorben sind?

Da ich den ersten Teil, bis auf das Cover, sehr gelungen fand, vergebe ich hier auch volle Sternezahl. „Rachel Rising“ ist auf jeden Fall eine Story, an der man dran bleiben kann.


5 / 5 Sterne


Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension zu „Wächter und Wölfe – Das Ende des Friedens“

Rillirin ist eine Sklavin des Königs von Mirak. Sie begeht ein schweres Verbrechen und bevor sie von der Hohepriesterin geopfert werden kann, gelingt ihr die Flucht.

Dom ein Seher aus Rilpor sieht, dass er eine Person finden muss, die ihm wichtige Dinge erklären könnte. Dom findet auf einem Streifzug Rillirin und sieht in ihr diese Person.

Rillirin warnt vor der Invasion und einem Krieg. Doch niemand außer Dom will ihr Glauben schenken. Hinzu kommt, dass in alles Richtungen Intrigen geschmiedet werden.

„Wächter und Wölfe – Das Ende des Friedens“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy Serie aus der Feder der Autorin Anna Stephens.

Am Anfang tauchen wirklich viele Personen auf. Manchmal war ich etwas verwirrt und musste zurück blättern um Personen wieder einordnen zu können. Das war stellenweise etwas müßig, aber kein so großes Problem.

Die Figuren fand ich sehr gelungen. Rillirim ist am Anfang kaum einer eigenen Handlung fähig und wächst im Buch zu einer tapferen Frau heran. Das hat mir schon sehr gut gefallen.

Auch die anderen Figuren wachsen und lernen. Man erfährt viel während des Lesens über sie.

Die Spannung steigt und fällt bis zum Ende hin immer. Für mich war es so aber genau die richtige Mischung. So hatte man zwischendurch immer Zeit zum Aufatmen und erfuhr wieder wichtige Dinge, die nicht so rasant dargestellt wurden.

Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Auch die kurzen Kapitel spornten immer wieder an, noch ein Kapitel weiter zu lesen.

Das Cover an sich ist ein richtiger Hingucker. Der Titel und der Wolfskopf passen perfekt zusammen. Die Farben sind passen auch sehr gut zur kalten Stimmung in der Story. Auf der Innenseite befindet sich dann auch gleich eine Karte, wo man immer nachsehen kann, wo man sich gerade befindet. Ich liebe Karten in Büchern.

Als erster Teil einer Serie fand ich den Fantasy Roman absolut gelungen. Natürlich hat die Geschichte ein paar Ecken, die vielleicht nicht jedem gefallen. Mir macht der erste Teil auf jeden Fall Vorfreude auf den nächsten Band, den ich kaum erwarten kann.


5 / 5 Sterne


Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension zu „Die Königin von Lankwitz“

Bea und Irene lernen sich im Knast kennen. Die eine sitzt wegen falscher Steuerangaben, die andere wegen Mord an ihrem Ehemann.

Als beide endlich wieder den Duft der Freiheit erschnüffeln dürfen, stellt sich ihnen das nächste Problem in den Weg. Wie soll man mit einer solchen Vorgeschichte Geld verdienen?

Sie gründen eine ganz besondere Agentur. Eine Agentur, die auf Rache sinnt, aber nur für Frauen ist. Denn Bea und Irene sind von Männern herein gelegt worden und wollen nun Frauen helfen, denen es genauso ergangen ist.

Alles läuft super. Bis eine zweite Agentur mit den gleichen Zielen auf den Plan tritt.

„Die Königin von Lankwitz“ ist ein krimineller Roman aus der Feder des Autors Max Urlacher.

Der Schreibstil ist flott und die Kapitel kurz. So konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Der Humor ist anfangs sehr schwarz und ich musste viel Lachen. Zum Ende hin, flacht er leider etwas ab, da wurde es stellenweise dann auch recht ernst.

Das Cover ist leider nicht so der Hingucker, deswegen hoffe ich trotzdem, dass das Buch seine Leser findet. Der Gehstock der Dame passt auch nicht wirklich zum Inhalt der Geschichte.

Bea, Irene und ihre Ecke sind wirklich sympathisch. Die Gegner natürlich das komplette Gegenteil. Die Figuren waren für mich ganz gut heraus gearbeitet und jede hatte ihr eigenes Auftreten.

Die Story selbst hatte schon einige Haken und Ecken. So hätte ich gerne gewusst, warum Irene ihren Mann überfahren hatte. Auch das Ende fand ich nicht ganz rund. Oder dass bei den ganzen Rachefeldzügen in einem Ortsteil keine Polizei aufmerksam wurde.

Ich fand das Werk recht gelungen, allerdings fehlte mir dann doch der absolute Höhepunkt für die volle Sternezahl. Auf jeden Fall ist das Buch ein gutes Buch für den Urlaub oder für entspanntes Lesen. Locker leicht und doch bitter böse mit einer gewaltigen Prise an schwarzem Humor.


4 / 5 Sterne


Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension zu „Weil ich dich liebe“

„Weil ich dich liebe“ ist wunderbares Werk aus der Feder der Autoren Florian Langenscheidt und André Schulz.

Das komplette Buch ist in Rot- und Lachstönen gehalten. Jede Seite ist mit einem Blumen oder Schmetterlingsmuster verziert. Das Buch ist ein Hardcover, was es sehr angenehm in der Hand macht.

Das Buch beginnt mit zwei Seiten voller schöner Schlagworte, die zu einer Beziehung gehören sollten. Verschiedene Schriftarten, mit Blumen verziert und zart rosa unterlegt. Wunderschön!

Das Werk ist unterteilt in mehrere Kapitel. Zu jedem Kapitel gibt es am Anfang die Möglichkeit ein Bild einzukleben. Dazu sind die Kapitelüberschrift und ein passender Spruch abgedruckt. Die beiden Seiten sind dann auch in satten Farben bedruckt. 

Das einzelne Kapitel selbst ist jeweils immer mit dem Text der Autoren, Platz für eigene Eintragungen und wieder Sprüche die meistens mit einem Herzen unterlegt sind, eingeteilt.

Optisch ist das Buch wirklich sehr schön und liebevoll gestaltet.

Vom Inhalt selbst hätte ich mir ein bisschen weniger Text von den Autoren gewünscht und dafür mehr Platz für eigene Kreationen. Vielleicht aber auch nur ein paar mehr Seiten für das Werk. Ich hätte es schön gefunden, wenn auch mal komplett leere Seiten vorhanden gewesen wären für Zeichnungen oder noch ein Bild mehr einzukleben. Auch fand ich manchmal die Zeilen für den eigenen Text etwas zu kurz. Da wären 10 Seiten mehr wirklich schön gewesen und hätten das Werk noch besser gemacht.

Ich finde das Buch ist eine schöne Idee um ausgefüllt an einen geliebten Partner verschenkt zu werden.

4 / 5 Sterne




Samstag, 10. Februar 2018

Rezension zu „Krimi Journal 1/2018“

Vom Gmeiner Verlag gibt es gratis das Krimi Journal. Die 40 Seiten umfangende Zeitschrift befasst sich ausschließlich mit Krimis, Autoren und Informationen aus dem Gmeiner Verlag.

Das Journal erscheint zweimal im Jahr und ist kostenlos. Anzufordern ist das Heft direkt beim Gmeiner Verlag.

Die Mail-Adresse ist : info@gmeiner-verlag.de

Ich fand das Heft sehr gelungen und hätte mich über mehr Ausgaben im Jahr gefreut.


5 / 5 Sterne