Donnerstag, 25. Mai 2017

Buchbesprechung zu „Phase 7“

In Kroatien wird ein mysteriöser Funkspruch der Polizei empfangen und veröffentlicht. Was hat es damit auf sich?

Anschließend bekommt ein Mann einen seltsamen Auftrag. Er weiß nicht, wer seine Auftraggeber sind, noch weiß er, was in dem Paket ist, das er zustellen soll. Geschweige denn, warum er nach Schottland reisen soll. Zeitgleich wird eine Frau entführt. Haben die beiden Personen etwas gemeinsam? Kann das alles zusammenhängen?

„Phase 7“ ist ein SF-Mystery-Thriller aus der Feder des Autors John D. Sikavica. Dieses Buch habe ich auf Anfrage des Autors gelesen. Daher gebe ich hier an der Stelle nur eine Buchbesprechung zur Veröffentlichung und keine Rezension mit Bewertung.

Der Schreibstil des Autors war klar und recht flott. Es gab in der Geschichte zwar ein paar Längen, doch im Großen und Ganzen stieg die Spannung mit den Seiten des Buches an.

Die Geschichte an sich, war nicht ganz meine. Da ich das Buch nicht aus eigenem Antrieb gelesen habe, sehe ich deswegen auch von einer offiziellen Bewertung ab. Ich konnte nicht wirklich in die Story einsteigen. Unter dem Punkt SF-Mystery-Thiller hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

Genauere Punkte möchte ich nicht nennen, sonst müsste ich spoilern und verraten mag ich dann doch nichts, vom eigentlichen Thema.

Ich denke, das Werk ist ein guter Start für den Autor. Es zeigt auf jeden Fall viel Potential nach oben.


Eine vielleicht nicht ganz so reißerische Genre-Bezeichnung würde den Inhalt etwas besser darstellen. Wer offen ist, für alles kann ich das Werk schon nahe legen. Bei mir war es einfach die falsche Richtung.


Samstag, 20. Mai 2017

Rezension zu „Elric – Der Blutthron“

Elrics Geschlecht herrscht seit Jahrtausenden über die Dracheninseln. Doch nun scheint sich langsam das Ende zu nahen. Der jetzige Herrscher liegt im Sterben und sein Sohn ist nur ein drogensüchtiger Schwächling. Da er auch noch ein Albino ist, hebt er sich vom Rest seiner Rasse ab. Hinzu kommt, dass sein Cousin Yrkoon nach seinem Platz auf dem Thron giert.

Elric bleibt nichts anderes als die Flucht übrig. Da Yrkoon auch noch seine Geliebte verschleppt hat, bleibt ihm nur übrig, einen Pakt mit dem magischen Schwert „Sturmbringer“ einzugehen. Doch was er damit tut, ist ihm in dem Moment noch nicht ganz klar.

„Elric – Der Blutthron“ ist ein Fantasy Werk aus der Feder des Autors Michael Moorcock. Es ist eine Neuauflage des Werkes aus 1960.

Da ich das Ur-Werk des Autors nicht kenne, kann ich nur über diese Ausgabe urteilen.

Ich muss gestehen, dass ich mir mit epischen Werken wie „Herr der Ringe“ und eben „Elric“ sehr schwer tue. Die Inhaltsangabe selbst hat sich sehr spannend und düster angehört. Die Ausführung selbst war, wie erwähnt, für mich selbst schwere Kost.

So, gibt es am Anfang etliche Seiten, mit Vorgerede. Gut, wenn ich die Inhaltsangabe bis zum Ende gelesen hätte, hätte ich es vorher gewusst. Allerdings lese ich den Anhang und den Rest unter der Inhaltsangabe eher weniger. So hätte ich erfahren, dass das Buch mit umfangreichem Zusatzmaterial versehen ist. Einem Vorwort, einem Interview, eine Kurzgeschichte, sowie das Skript zur Graphic Novel.

Bis man dann endlich auf den eigentlichen Roman vorstoßt ist man dann auch schon auf Seite 70 des Buches angelangt.

Mit der ersten Geschichte konnte ich selbst auch nicht so viel anfangen. Es erinnerte mich mehr an ein Skript für ein Theaterstück. Dieses typische, wenn vorne nur der Name des Sprechers steht und hinten dann der gesprochene Text. Mit diesen Traumszenen konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Ich habe fast nur drüber gelesen. Zum Abtauchen in die Geschichte fand ich keinen Weg.

Auf Seite 252 fängt dann die nächste Geschichte an. „Elric von Meliboné“ ist dann ein „normaler“ Roman bis Seite 480. Trotzdem ist er in einer komischen Art geschrieben. Hier merkt man schwer, dass es sich um ein fast 80 Jahre altes Buch handelt, dass zwar überarbeitet worden ist, aber wohl stark in seiner Urfassung geblieben ist. Für ein altes Buch ist die Spannung und der Stiel mit Sicherheit passend. Jedoch für die heutige Zeit ist mir dies einfach zu langatmig und langweilig.

Von Seite 480 bis 510 gibt es dann wieder ein Anhang „Aspekte der Fantasy“ und andere Abschnitte, die ich nicht wirklich gelesen habe. Es war mir zu dem Zeitpunkt dann wirklich zu viel, noch mehr Informationen zu lesen, die mich nicht wirklich interessierten.

Die Optik des Buches selbst ist der Hammer. Das Cover ist ein wirklicher Hingucker. Das rot schwarze Bild mit der erhobenen Schrift macht schwer was daher. Auch im Innenteil sind zwei Karten und die ein oder andere Zeichnung zu finden.

Mit dem Inhalt selbst kam ich halt so gar nicht klar. Vielleicht müsste ich auch die alten Bücher kennen um von der Neuauflage begeistert zu sein. Das Werk hat mit Sicherheit seine Fans und Anhänger. Mein Fall war es eher weniger. Es war zu viel drum herum und zu wenig Geschichte für meinen Geschmack. Deswegen komme ich bei dem ersten Teil der Saga nur auf 2 Sterne im Gesamten.


2 / 5 Sterne


Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension zu „Mord in Cork“

Hauptkommissar Michael Tischer, genannt Mickey, begibt sich auf einen Austausch nach Irland. Er nimmt an einem Austauschprogramm der Detective Chief Inspectoren teil. Kaum angekommen nimmt ihn auch sein Freund Detective Chief Inspector Daniel Cerigh unter seine Fittiche. Zusammen müssen sie verschiedene Morde und Fälle lösen.

„Mord in Cork“ ist eine nicht ganz normale Krimi Anthologie aus der Feder der Autorin Ursula Schmid.

Gleich zu Anfang möchte ich sagen, dass die Bezeichnung des Buches wohl etwas verwirrend ist. Am Anfang jeden Kapitels geht es zwar um einen Mord oder einen kriminellen Fall in oder in der Nähe von Cork, allerdings sind die Geschichten so kurz und knapp gehalten, dass sie eigentlich schon unter gehen.

Die ersten beiden Geschichten erinnerten mich auch nicht einmal an einen Krimi. Mir ist da eher sofort „Twilight Zone“ oder „X-Factor“ eingefallen. Die restlichen Krimis sind auf etwa 3 bis 6 Seiten abgehandelt. Für richtige Krimis war mir das persönlich zu wenig. Ein Mord, die Kommissare treten auf, kurz überlegt und schon war die Lösung klar. So eine unlogische Abfolge ist nicht ganz meines.

Was mir dann aber wiederum sehr gefallen hat, waren die Informationen nach den Krimis. Die Autorin hat aus jedem Krimi so ziemlich alle Orte und Dinge erklärt. Das ging von Scones, über Irsih Coffee, jam über Geschäfte, Straßen, Orte, Kathedralen bis hin zur Universität. Sie hatte in der Richtung viel zu erzählen. Ob das alles stimmt, weiß ich nicht. Ich werde nicht danach googeln. Ich fand es für mich sehr schön und rund.

Ich habe bereits einen Krimi der Autorin Schmid gelesen und war von ihrem Schreibstil sehr begeistert. Daher weiß ich, dass sie, zumindest für meinen Geschmack, sehr gut Krimis schreiben kann.

Da die Sparte Krimi hier in dem Buch aber ziemlich untergeht und auch nicht gerade gelungen ist, hätte ich mir hier einen „normalen“ Reiseführer eher gewünscht. Ich glaube, ein Buch rein über Irland, das Essen, die Leute, die Landschaft, die Gewohnheiten, wäre wesentlich besser geworden, als vereinzelte Morde einzustreuen und das Gesamte dann Krimis aus Irland zu nennen.

Innen ist das Buch abwechslungsreich gestaltet. Man findet sogar ein paar bunte Bilder auf den Seiten die einige Orte zeigen.

Ich bin mir mit meiner Rezension ziemlich unschlüssig. Für Krimi Fans ist das Buch eigentlich nur eingeschränkt zu empfehlen. Weil mir das Werk und die Idee an sich aber recht gut gefallen hat und auch innen optisch recht gut gelungen ist, greife ich hier zu vier, anstatt zu drei Sternen.


4 / 5 Sterne


Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension zu „Heimaterde“

„Heimaterde“ ist ein Buch über die verschiedenen Menschen unserer Zeit. Der Autor Lucas Vogelsang hat in Deutschland verschiedene Personen besucht und sie über ihr Befinden zu dem Wort „Heimat“ gefragt.

Die Sprecher sind alle zu gewanderte Menschen oder die Nachfahren der Zuwanderer, die hier in Deutschland eine Heimat gefunden haben. Doch wo liegt die Heimat für diese Menschen wirklich, was ist für sie im Herzen die wahre Heimat?

Im Buch werden Geschichten von elf Personen erzählt. Ihre Gefühle, ihr Denken und ihr Verständnis zur neuen Heimat. Liegt ihre Welt völlig hier oder sind sie im Herzen doch in einem anderen Land geblieben.

Die Inhaltsangabe verspricht einen lockeren, humorvollen Text quer durch Deutschland.

Leider hat mich der Autor mit seinen ersten Kapiteln nicht packen können. Der Schreibstil war für mich wirklich unerträglich. Er erinnerte mich teilweise an den Schreibstil von Grundschülern. Abgehackte Sätze, viele bestehen nur aus zwei Worten, aussagelos aneinandergereihte Worte.  Ich quälte mich regelrecht durch die erste Hälfte des Buches. Eigentlich hätte ich es gerne überhaupt nicht fertig gelesen.

Die Inhalte der einzelnen Kapitel kamen mir ebenfalls nicht nahe. Teilweise wurde alles nur angekratzt und wurde gleich zur nächsten Person gesprungen ohne die erste fertig erzählt zu haben. Es war wirklich ein Durcheinander, das nicht auszuhalten war. Ich fragte mich zu dem Zeitpunkt wirklich, wie dies ein mit Preisen ausgezeichneter Reporter zu Werke bringen konnte.

Erst ab Kapitel 5 mit Berlin – Spandau änderte sich der Schreibstil des Autors. Ab hier wurde der Schreibstil ruhiger und angenehmer zu lesen. Auf die Personen wurde tiefer eingegangen und auch die Sprünge zu verschiedenen Personen hörte insoweit auf. Die Kapitel blieben größten Teils bei einer Person und ihrer Geschichte. Trotzdem überwog der Autor selbst in seinen Erzählungen.

Die letzten Kapitel wurden interessanter und besser. Trotzdem kann ich für mich selbst schon die Hälfte des Buches abschreiben, weil sie einfach unlesbar war. Eigentlich schade, dass sich ein Leser erst durch eine Hälfte eines Buches quälen muss, um dann an die interessanteren Stellen zu gelangen. Vor allem gibt es mit Sicherheit nicht viele Leser, die sich so lange bei der Stange halten lassen.

Die letzten Kapitel wurden zwar besser, allerdings kann ich das Buch nicht wirklich uneingeschränkt weiter empfehlen. Bei dem Preis sollte sich der geneigte Leser überlegen, ob er sich wirklich in dieses Abenteuer stürzen möchte.

Es ist am Ende sicherlich interessant, Einblicke in die Leben, Gedanken und Gefühle der Leute zu bekommen, allerdings ist der Weg bis zum Ende sehr mühsam zu erarbeiten.

Zumindest kann ich von mir sagen, dass die letzten Kapitel eine ein Sterne Rezension immerhin zu einer drei Sterne Rezension gebracht haben.


3 / 5 Sterne


Montag, 8. Mai 2017

Rezension zu „Hagerstown“

Hagerstown. Offiziell hat eine Seuche gewütet und die Stadt wurde durch eine Bombe dem Erdboden gleich gemacht. Videos die veröffentlicht wurde, werden sofort wieder gelöscht. Um die Stadt wird ein großes Geheimnis gezogen.

Die Menschen selbst sind mittlerweile in zwei Lager gespalten. Die Veränderten und die Unveränderten. Man ist so weit, dass man Embryos gentechnisch verändern kann. Der Fall Hagerstown macht beiden Lagern zu schaffen. Und so bleibt es nicht aus, dass beide Parteien aufeinander treffen und sich gegenseitig die Schuld zuweisen.

In der Zeit trifft Anders auf Terry. Da Terrys Schwester sich in Hagerstown aufhält, versuchen die beiden mit ihren Freunden das Geheimnis aufzuklären.

„Hagerstown“ ist ein Thriller aus der Feder des Autors Edward Ashton.

Das Cover sieht absolut genial aus. Einfach, aber es hat mich direkt in den Bann gezogen. Die Inhaltsangabe tat ihr letztes dazu. Virus … Seuche … genau meins! Ich musste dieses Buch also unbedingt lesen.

Den ersten Dämpfer erhielt ich bereits beim zweiten Kapitel. Bin ich im ersten noch Anders, bin ich im zweiten auch schon Terry. Danach bin ich auch noch Elise und Gary. Das Buch ist auch noch im Ego Stil geschrieben. Mich hat es direkt an „The Walking Dead“ erinnert, alle sind Negan … Ich persönlich fand diesen Schreibstil ziemlich daneben. Wenn ich einen Roman in der Ego Form schreibe, dann bleibt man doch bitte schön bei einer Person. Nun gut, also quälte ich mich mit dieser Form durch das Buch. Es konnte dann auch mal vorkommen, dass wenn ich mitten im Abschnitt eine Pause einlegte, am Anfang des Kapitels nachsehen musste, wer ich denn jetzt gerade wieder bin.

Der Inhalt der Story ist genauso wirr und eigentlich recht überflüssig. Es gibt halt den Konflikt der Veränderten und Unveränderten, oder vielmehr denen die behaupten nicht verändert zu sein. Der Fall Hagerstown wird eigentlich fast unter den Tisch gekehrt. Es ist auch ein ziemliches Hin und Her zwischen den einzelnen Personen. Das geht bis hin zur sektenartigen religiösen Aufklärung der Schwester von Tariq. Was mit dem Fall an sich überhaupt nichts zu tun hat, aber Hauptsache man hat einmal darüber gesprochen.

Die Figuren sind weit davon entfernt sympathisch zu sein. Nicht einmal unsympathisch konnten sie mir werden. Sie waren mir alle schlichtweg absolut egal.

Teilweise wurden auch irgendwelche Aussagen, bzw. Tatsachen gar nicht weiter erklärt. Das wurde einfach so abgehakt ohne Erklärung. Wie, wer oder was war Tariq zum Beispiel? Keine Ahnung. Man musste sein „Können“ einfach so hinnehmen, obwohl er immer behauptete, kein Veränderter zu sein. Genauso wie die Flucht von Tariq und Elise aus Hagerstown, sie wurde nie richtig aufgeklärt. Oder hab ich das schon wieder vergessen, als ich gerade mal wieder ein anderes Ego war?

Fraglich ist hier für mich auch, was die einzelnen Genveränderungen überhaupt sollten. Verändert man seine Tochter wirklich zum halben Neandertaler? Gut, sie hat harte Knochen, sieht dafür aber wie ein halber Neandertaler aus. Wirklich sehr bedenklich. Auch die Mausgene von Anders. Kommen Eltern wirklich darauf, in ihr Kind Mausgene einzubauen? Ich bezweifle es wirklich stark.

Ich war wild auf das Buch, weil ich sehr gerne Zombie, Viren und Seuchen Bücher und Filme lese bzw. ansehe. Auf die Gefahr hin, hier zu spoilern … in dem Buch geht es weder um eine Seuche, noch um ein Virus. Das möchte ich ausnahmsweise hier einmal deutlich sagen, damit nicht noch ein Fan dieses Genre auf das Buch herein fällt. Die Aufklärung am Ende ist viel abstruser.

Ich muss das Werk hier einfach als „verschwendete Lesezeit“ abhaken. Mag sein, dass das Buch seine ganz speziellen Fans hat oder findet. Ich gehöre definitiv nicht dazu.


1 / 5 Sterne


Rezension zu „Der Thron von Melengar - HB“

Royce und Hadrian sind ein gewieftes Diebespaar. Immer im Auftrag des Adels unterwegs. Da ist es auch egal, wenn man den letzten Auftraggeber nun als Auftrag hat.

Dann werden sie eines Tages beauftragt, ein Schwert aus einer Kirche zu stehlen um ein Tod bringendes Duell zu vereiteln. Doch diesmal ist der Auftrag nicht so einfach. Das Ganze ist eine Falle und die beiden werden nun als Königsmörder in den Kerker geworfen. Am nächsten Tag sollen sie unter Folter hingerichtet werden. Doch dann kommt Hilfe von unerwarteter Stelle. Die Tochter des Königs befreit die beiden Diebe und gibt ihnen auch noch die Entführung ihres Bruders, des neuen Königs in Auftrag.

Doch sehr schnell erkennen die beiden, dass nichts ist, wie es scheint. Es brodelt im Königreich und eine unglaubliche Verschwörung scheint hoch zu kochen.

„Der Thron von Melengar“ ist der erste Teil der Reihe Riyria um die beiden Diebe Royce und Hadrian. Der Roman stammt aus der Feder des Autors Michael J. Sullivan. Das Buch habe ich als Hörbuch genossen.

Der Sprecher David Nathan macht seine Arbeit wirklich ausgezeichnet. Ich habe seiner Stimme gerne gelauscht und bin total in die Welt von Melengar abgetaucht. Da ich Fan der Serie C.S.I. bin, hatte ich immer den Charakter Nick Stokes vor Augen. Also absolut gelungen für mich.

Die Geschichte selbst, könnte nicht besser sein. Die beiden Diebe sind humorvoll und absolut genial. Der Prinz macht eine bemerkenswerte Wandlung durch, die Intrigen sind wunderbar gesponnen und die Auflösung perfekt. Für mich hätte das Buch gar nicht zu enden brauchen.

Allerdings merkte ich erst nach dem Ende des Hörbuches, dass es der erste Teil einer Serie ist mit sechs Büchern. Die Tatsache ist auch auf dem Cover des Hörbuches nicht zu erkennen. Ich kann jedoch sagen, man kann das Hörbuch genießen ohne die Bände nachher zu kennen. Die Geschichte ist, bis auf ein paar kleine offene Fragen, rund und abgeschlossen.

Natürlich bin ich jetzt heiß auf die anderen Teile der Reihe. Ich muss einfach die komplette Geschichte der beiden Diebe auf Hörbuch erleben.


Ich kann das Buch / Hörbuch wirklich nur weiter empfehlen.

5 / 5 Sterne



Rezension zu „Vakuumsprung“

Ered lebt mehr schlecht als recht mit seiner Mutter auf dem Planeten Euclite. Sein Vater verstarb bereits vor fünf Jahren auf einer Weltraum-Mission. Er ist 14 Jahre alt und hat so gut wie keine Zukunftsaussichten. Wahrscheinlich wird er irgendwann in den Minen arbeiten müssen. Dabei träumt er von einer Zukunft im Weltall. So gerne möchte er auf den Sprungschiffen arbeiten.

Doch als Ered eines Tages nach Hause kommt, erwischt er seine Mutter dabei, wie sie eine Nachricht abhört. Die Nachricht ist von seinem Vater und er will, dass die beiden zur Interstellaren kommen. Ereds Mutter besteht darauf, dass dies eine alte Nachricht ist. Doch Ered lässt sich nichts sagen und macht sich heimlich auf den Weg dorthin.

Mit der Ausrede, zur Sternenakademie zu fliegen, kommt er an Bord des Transporters. Und dann trifft er endlich auch auf seinen Vater. Doch nichts ist, wie es scheint. Und Ered muss ganz schnell lernen, dass hier etwas ganz und gar nicht rund läuft.

„Vakuumsprung“ ist das Debüt Werk des Autors J. H. Artschwager.

Das Cover des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die düstere Farbgebung mit dem rot und gelb ist ein richtiger Hingucker.

Der Schreibstil ist stellenweise nicht ganz ausgereift. Ich finde ihn allerdings für ein Debüt recht gelungen und kann über die paar Hürden beim Lesen hinwegsehen. Da habe ich wirklich schon schlimmere Bestseller gelesen. Nur die ständigen Bezeichnungen „Ma“ und „Pa“ sollte man vielleicht mit den Namen der Personen austauschen. Wenn Personen durchweg nur so genannt werden, sieht es sehr schräg in einem Roman aus.

An sich ist der Roman flott und spannend geschrieben. Wobei es allerdings auch einige Längen am Anfang gibt. Trotzdem ließ sich das Buch sehr gut und schnell lesen.

Ered selbst, sowie sein Vater, waren mir im kompletten Buch absolut unsympathisch. Ich bin mit keinem der beiden klar gekommen. Das ist für mich allerdings kein Problem. Ich komme auch sehr gut mit unsympathischen Charakteren zu Recht. So lange die komplette Geschichte rund ist, muss ich die Personen nicht leiden können. Hauptsache, das Gesamtbild passt.

In der Geschichte selbst fand ich im Groben schon einige Stellen, die mir nicht recht passten. Genaue Beispiele kann ich hier leider nicht nennen, sonst müsste ich spoilern. Dem abgetauchten Leser wird es vielleicht auffallen, an welchen Stellen ich da meine Probleme hatte. Als Schlagwort nenne ich jetzt einmal die Zugfahrt. Da war für mich alles recht unrealistisch und übertrieben. Wie wusste Ereds Vater wann und wie Ered zur Station kommt, zumal er ihm nicht einmal ein Ticket oder Geld geschickt hat. Oder die letzte Begegnung zwischen Ered und seinem Vater.

Die Grundgeschichte hat mir allerdings sehr gut gefallen. Den Part um Ered fand ich dann wieder sehr übertrieben, zumal er erst 14 Jahre alt sein sollte.

Meine Meinung schwankt hier stark zwischen drei und vier Sternen. Entschließe mich allerdings für die vier Sterne. Das Buch und der Autor haben Potential. Dazu kommt, dass Science Fiction keine einfache Sparte ist. Wenn man hier Ereds Alter auf 18 setzen und ein paar Übertreibungen streichen würde, wäre es ein durchweg gelungenes Werk.


4 / 5 Sterne